Bis zum 11. Januar 2026
Anlässlich des 70. Jubiläums der documenta präsentiert das Fridericianum die erste institutionelle Einzelausstellung von Robert Grosvenor in Deutschland und zugleich die erste umfassende Museumspräsentation seines Werks in Europa seit 20 Jahren. Der 1937 in New York geborene und unlängst verstorbene Künstler, (Teilnehmer documenta 6 und und 8) formierte seine skulpturale Praxis in den 1960er Jahren, als die Minimal Art als künstlerische Strömung aufkam. Die Ausstellung ist bis zum 11. Januar 2026 zu sehen.
Kennzeichnend für seine frühen Arbeiten ist eine reduzierte Formensprache, die industrielle Materialien und klare geometrische Strukturen verbindet. Seine Praxis entwickelte sich jedoch kontinuierlich weiter. Grosvenors Werk, das ebenfalls Zeichnungen und Fotografien umfasst, entzieht sich daher einer Kategorisierung und besticht durch Eigensinn, Vielfalt und Kompromisslosigkeit. Oft verbinden sich in seinem Œuvre strenge Konstruktion mit improvisierten Elementen und technische Anmutung mit poetischer Offenheit. Dabei treffen abstrakte Arbeiten auf vermeintlich konkretere, lesbarere Objekte, die wie der Zeit entrückte Architekturen oder Fahrzeuge anmuten. Die Ausstellung im Fridericianum zeigt rund 30 Werke aus allen Schaffensphasen – von den frühen klaren, minimalistischen Formen bis hin zu den experimentellen, oft spielerischen Skulpturen der folgenden Jahrzehnte.
Kerstin Brätsch - MIMIKRY
Die Arbeit wurde speziell für die Rotunde im Herzen der Kunsthalle entwickelt und bildet die komplexe, raumgreifende Installation für das dort ansässigen Cafés. Sie ist voraussichtlich bis zur documenta 16 im Jahr 2027 zu sehen.
MIMIKRY spiegelt ein Stück Erdgeschichte wider, dessen kolossale Dimensionen den kaum fassbaren Kontext menschlicher Existenz bilden. Steine, Sedimente und Fossilien werden als Tapeten, Fenstervorhänge, durchscheinende Raumteiler und skulpturale Tische zu funktionalen Bestandteilen des Café-Interieurs. Die Vergangenheit wird in die Gegenwart gezogen – ein Eindruck, der durch zahlreiche Darstellungen von Dinosauriern verstärkt wird.
Café geöffnet
Das Café ist sowohl während der Ausstellungen als auch in der ausstellungsfreien Zeit geöffnet. Genießen Sie Kaffee- und Teespezialitäten, leckere Kaltgetränke sowie Kuchen und Brote in Bioqualität auf der Sonnenterasse oder drinnen.
Öffnungszeiten
Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museum Fridericianum
Anschrift
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel